Bahn Projekt Stuttgart 21 und Bahn Neubaustrecke Wendlingen - Ulm

Der Präsident Dipl.-Ing. Hermann Sturm der UNION BERATENDER INGENIEURE e.V. – U.B.I.-D. fordert die Offenlegung aller ermittelten Projektkosten durch die beteiligten Planungsfirmen, Architektur- und Ingenieurbüros, getrennt nach Bahnhof S 21 und Neubaustrecke Wendlingen – Ulm im Internet.

Dadurch wäre dann nachvollziehbar welcher Planungsumfang durch die Bauherren bzw. Bauplaner festgelegt wurde und welche Baukosten dafür errechnet wurden und durch wen.

Damit ist auch für externe Fachleute und Sachkundige eine eventuelle künftige Mehrung der Baukosten - auch eventuell unberechtigte – nachprüfbar; aber auch durch die Angabe des betreffenden Architektur- bzw. Ingenieurbüros und derer ermittelten Baukosten sind die Verursacher feststellbar und eventuell nach unten manipulierte Baukosten sind besser erkennbar.

Auch wäre eine Offenlegung der Planungsverträge sinnvoll, damit nicht die eventuell nach unten manipulierten Kosten später durch höhere Planungshonorare infolge Baukostenmehrung „kompensiert“ werden.

Allerdings liegen uns bis jetzt keine Unterlagen oder Anzeichen vor, die eine Preismanipulation vermuten lassen.

Es handelt sich um die Publizität öffentlicher Bauvorhaben und hier dürften keinerlei Gründe vorhanden sein, die einer solchen Publizität entgegenstehen könnten.

Dies dient alles auch der berufsständischen Ehre des gesamten deutschen Architektur – und Ingenieurwesen, die damit ein besseres Image erhalten und der beteiligten Architektur- und Ingenieurbüros um eventuell schwarze Schafe bei diesem Bauvorhaben besser zu erkennen.

Die Bauverträge aller am Bau beteiligten Firmen sollten in diesem Fall ebenfalls publiziert werden, um das Vertrauen der Bevölkerung in die deutschen Bauunternehmer nachhaltig zu dokumentieren und zu erhalten.

Die Vorgänge bei der Elbphilharmonie in Hamburg hätten wohl weitestgehend  bei einem solchen Vorgehen auch verhindert werden können.

(Baukostensteigerung um nahe zu 183 %)